- 〡
- News
Ein Blick hinter die Kulissen
Was bringt eine Weiterbildung konkret im Werkstattalltag? Philip Hug, Werkstattleiter und Absolvent der Weiterbildung Werkstattleiter:innen 2Rad, gewährt einen Einblick in seinen Alltag und zeigt auf, wie er mit neuen Führungs- und Organisationstools Abläufe optimiert, die Kommunikation im Team verbessert und auch in schwierigen Kundensituationen souveräner handelt. Sein Fazit: Was im Kurs gelernt wird, lässt sich direkt in der Praxis anwenden.

1. Wenn du auf die letzten Monate zurückblickst: Welche konkreten Abläufe (z. B. Garantieanträge, Reparaturannahme oder Durchlaufzeiten) konntest du dank des Kurses in eurer Werkstatt messbar verbessern?
Was ich merkbar zum Besseren verändern konnte, ist das Annahmeverfahren. So können die Mechaniker ihre Aufträge reibungsloser erledigen und folglich wird die Durchlaufzeit minimiert.
2. Was würdest du einem Geschäftsführer sagen, der noch zögert, seinen besten Mechaniker für diesen Kurs anzumelden?
Investiere in deine Zukunft, der Kurs wird den Mechaniker weiterbringen und ihm beibringen, wie er selbständig das Team leiten kann. Somit hast du mehr Kapazität für andere Sachen.
3. Wie hat sich die Fehlerquote oder die Kommunikation im Team entwickelt, seitdem du die neuen Werkzeuge zur Führung und Werkstattorganisation anwendest?
Die Kommunikation mit meinem Team hat sich spürbar verbessert, durch die erlernten Tools weiss ich, wie ich Informationen effizient, aber dennoch verständlich weitergeben kann. Dadurch hat sich die Fehlerquote verkleinert.
4. Wie hat dir die Weiterbildung geholfen, plötzliche Konflikte im Team oder Rollenunklarheiten professionell zu lösen?
Ich erkenne anhand der verbalen, aber auch nonverbalen Kommunikation meiner Mechaniker früher potenzial für Missverständnisse und Streitigkeiten. Diese lassen sich dann mit den erlernten Tools meist verhindern oder einfacher schlichten.
5. Die Weiterbildung verlangt einiges an Einsatzbereitschaft. Wie gut liessen sich die Themen aus dem Unterricht in den eigenen Arbeitsalltag integrieren?
Die Weiterbildung hat einiges an Einsatzbereitschaft verlangt - am sonst freien Montag die Schulbank zu drücken war nicht immer das gewünschte Programm. Ich konnte aber praktisch jeden Dienstag mit einer Information oder einem Tool in die Werkstatt gehen und etwas ändern, optimieren oder meinen Mechanikern neue Erkenntnisse weitergeben. Die Weiterbildung war sehr praxisorientiert, unter anderem weil die Dozenten bereits erlebte Szenarios zur Analyse gebracht haben und auch weil der Austausch über den Alltag und die Herangehensweise mit den anderen Kursteilnehmenden gefördert wurde.
6. Hand aufs Herz: In welcher Situation in der Werkstatt hast du in letzter Zeit gedacht: 'Zum Glück weiss ich dank des Kurses genau, wie ich das jetzt anpacken muss'?
Wir hatten einen unzufriedenen Kunden, der durch die Decke zu gehen drohte, aber ich konnte ihn dank meiner erlangten Kommunikationstechniken beruhigen und wir konnten eine passende Lösung für ihn finden. Vor der Weiterbildung hätte es wie Wasser in brennendes Öl enden können.
7. In der Weiterbildung kommen Fachleute aus ganz unterschiedlichen Betrieben zusammen. Wie wichtig war für dich dieser Austausch über den eigenen Tellerrand hinaus?
Die Dozenten waren sehr nahbar und, wie ich schon bei der Frage 5 erwähnt habe, sehr praxisorientiert. Beim Start der Weiterbildung wurden wir aufgefordert, unsere spezifischen Herausforderungen zu notieren damit die Dozenten diese in die Weiterbildung einbauen können. Wir konnten auch Probleme oder Herausforderungen spontan einbringen und im Kollektiv bearbeiten oder besprechen.
Herzlichen Dank, Philip Hug, für den spannenden Einblick in deinen Arbeitsalltag und deine Erfahrungen auf dem gemeinsamen Bildungsweg.




-1773739744.jpg?width=768)
